Die Mäuse sind weg!

Dieser Satz klingt in der Friedenskirchengemeinde traurig.

Seit 10 Jahren waren sie dreimal in der Woche in dem kleinen Gemeinderaum im Untergeschoss des Gemeindehauses mit großem Eifer dabei, die Welt zu entdecken. Singen und Basteln, Frühstücken und Spielen, Toben und Stillsitzen: all das und noch viel mehr stand auf dem Programm, wenn Astrid Bellingen sich mit ihren Mäusen getroffen hat.

Im Januar 2006 wurde durch die Initiative von jungen Eltern die Gruppe der Kirchenmäuse wiederbelebt, um den Kleinen eine Vorbereitung für den Kindergartenalltag bereitzustellen. Eine ausgebildete Erzieherin und ein Elternteil sollten an drei Vormittagen bis zu 12 Kinder für 3 Stunden betreuen. In einer Zeit, in der es in Schwalbach noch keine Kinderkrippen gab, in denen die ganz Kleinen versorgt werden konnten, war das ein zukunftsweisendes Projekt, das über viele Jahre von Eltern aus Schwalbach und der näheren Umgebung gern angenommen wurde. Mittlerweile ist das Angebot an Krippenplätzen gewachsen, und es wurde immer schwieriger, neue Kirchenmäuse zu finden, sodass mit dem Dezember 2016 schließlich die schwere Entscheidung getroffen werde musste, diese Arbeit in der Friedenskirche zu beenden.

In all den Jahren war es Astrid Bellingen ein Herzensanliegen, die Mäuse ins Leben zu begleiten. Mit unendlich viel Hingabe, mit Geduld und Fürsorge hat sie die Kleinen gehegt und gepflegt, hat manchen Freudentanz mitgetanzt und auch immer wieder Tränen getrocknet. Die Mäuse der ersten Stunde sind heute als KonfirmandInnen wieder da und erzählen immer noch mit einem strahlenden Lachen davon, wie schön die Zeit mit Astrid Bellingen war.

Wenn die Zeit der Kirchenmäuse nun zu Ende gegangen ist, bleibt die Erinnerung an eine schöne Zeit und ein ganz großer Dank an Astrid Bellingen für all das, was sie den Kindern und der Gemeinde mit ihrem Engagement geschenkt hat. Mittlerweile hat sie sich neuen Herausforderungen gestellt und kann ihre Erfahrungen mit den Kirchenmäusen in die neue Arbeit einbringen. Wir wünschen ihr für ihren neuen Weg in die Zukunft alles erdenklich Gute. Gottes Segen möge sie begleiten.

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