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Mache dich auf, werde licht!

Foto: N. Schwarz © GemeindebriefDruckerei.de

Liebe Gemeinde,

die Adventszeit blickt immer weit voraus. Sie schaut nicht nur, wie wir oft, bis Weihnachten; sie schaut viel weiter in die neue Welt, die Welt Gottes. Das hat Jesus so gemacht, das machten vor ihm auch schon Propheten im – von den Christen so genannten – ‚Alten Testament„, der Bibel der Juden. Einer der Propheten, Jesaja, lebte etwa um 600 vor Jesus und blickte weit voraus. Er sagt es sogar so: „Hebe deine Augen auf und sieh umher.“ Was Jesaja sieht und sagt, steht in seinem 60. Kapitel:

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

(Jes 60, 1+2)

In diesen Worten bewegt sich viel; und es bewegt sich aufeinander zu, das ist das Bemerkenswerte: Werde licht, denn dein Licht kommt. Wir sitzen nicht fest oder liegen nur da, sondern wir bewegen uns. Wir werden etwas, so wünscht es sich der Prophet. Wir werden licht!

Das Wort „licht“ ist hier klein geschrieben und bedeutet, dass wir leuchten sollen und können. Und wenn wir nicht äußerlich leuchten im dunklen Dezember, dann doch innerlich: Wir können etwas ausstrahlen,
weil wir schon bestrahlt werden. Der HERR geht auf über uns wie die Sonne, die am Morgen aufgeht und uns den Tag über begleitet – sogar dann, wenn sie hinter dunklen Wolken verborgen ist. Licht ist es dennoch an solchen Tagen. Und eben so sollen und können wir sein.

Es ist gut für die Welt, wenn wir etwas ausstrahlen.

Christen können das; sie müssen nicht verbittern oder im Jammer ertrinken. Das ist das Schönste im Advent: Wenn wir etwas davon ausstrahlen, wie Gott die Welt, seine Schöpfung, liebt. Wir können herzlich
sein und freundlich; wir müssen nicht verdüstert dreinschauen und uns auch nicht so benehmen. Licht sein bedeutet, dass wir ein wenig von Gottes Liebe erkennen lassen in unserem Alltag: im Zusammenleben und Zusammenarbeiten mit Menschen. Das muss kein überschäumen-
der Frohsinn sein. Besser ist ein leises Licht, das aber andere froh macht und daran erinnert, dass auch ein eher dunkles Leben nicht alles sein muss.

Wir sind von Gott geliebte Menschen; das dürfen wir einander auch zeigen: Werdet licht!
Mit diesen Gedanken von Michael Becker grüße ich Sie zum Advent


Ihre

Birgit Reyher


Beten für die Ukraine

Was denkst du, Gott, über das, was geschieht.
Da in der Ukraine. Von Russland bedroht.
Du hast Gedanken des Friedens.
So sagt es die Bibel. (Jeremia 29,11)
Aber jetzt droht Krieg.
Und wir haben Angst.
Zu viel Bosheit und Sturheit.
Hass und Hetze.
Da wird einem schwindelig.
Wo gibt es Halt?

Wir kommen zu dir und bitten dich, Gott:
Pflanz deine Gedanken des Friedens ein
in die Köpfe der Mächtigen.
In die Herzen derer, die jetzt um Frieden verhandeln.
Gib Hoffnung und Zukunft.
Und klaren Verstand.
Damit Friede sich ausbreitet.
Dort in der Ukraine.
Und hier bei uns.
Amen.

Text erarbeitet von Doris Joachim, Referentin für Gottesdienst im Zentrum Verkündigung der EKHN

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